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„Nackter Wahnsinn“ mit „Nackten Tatsachen“


Bild oben (v.l.): Brooke Ashton/Vicki (Sina Weiß), Selsdon Mowbray/Einbrecher (Hannes Höchsmann), Belinda Blair/Flavia Brent (Cornelia Heilmann), Dotty Otley/Mrs. Clackett (Evelyn Nagel), Frederick Fellowes/Philip Brent (David Meyer), Garry Lejeune/Roger Tramplemain (Martin Behlert) und hinter dem Sofa nicht sichtbar Tim Allgood (Tobias Karn). Bild unten (v.l.): Frederick Fellowes/Philip Brent (David Meyer), Poppy Norton-Taylor (Elena Weber), Lloyd Dallas (Markus Hennes), Garry Lejeune/Roger Tramplemain (Martin Behlert), Belinda Blair/Flavia Brent (Cornelia Heilmann). (Fotos: Andrea Koß)

(ak) Am vergangenen Donnerstagabend gastierte die Badische Landesbühne in Eberbach und zeigte in der gut besuchten Stadthalle die Komödie „ Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn unter der Regie von Arne Retzlaff.
Das Theater selbst ist Thema dieses Stücks und darin die Komödie „Nackte Tatsachen“.


Das Eberbacher Publikum wurde im ersten Akt Zeuge der Generalprobe zur Premiere, die es – wie heimliche Zuschauer im dunklen Hintergrund – beobachten konnte. Und wie in einer Generalprobe zu erwarten, lief nicht alles glatt. Da wurden Requisiten im Wohnzimmer der Theater-Bühne vergessen, die mit hinter die Kulisse genommen werden sollten und die Protagonisten zeigten Sensibilitäten und Befindlichkeiten, die den Ablauf immer wieder unterbrachen. Dotty Otley (Evelyn Nagel), die die vergessliche Haushälterin Mrs. Clackett spielt, die ihre Arbeitgeber im Ausland auf Steuerflucht wähnt und sich einen gemütlichen Tag im schönen Haus machen will. Auf einen ähnlichen Gedanken kommt ein junges Pärchen – Garry Lejeune (Martin Behlert) stellt Roger dar, den Mitarbeiter einer Maklerfirma. Er hat vor, mit der etwas einfachen Vicki (Sina Weiß spielte die Schauspielerin Brooke Ashton - immer auf der Suche nach ihren Kontaktlinsen) das Schlafzimmer des Hauses genauer zu untersuchen.
Gleichzeitig aber kehren die Brents, die Haus-Eigentümer, nach Hause zurück - dies heimlich, um die Steuerfahndung nicht aufzurütteln. Flavia Brent (Cornelia Heilmann), wird von Belinda Blair dargestellt, die ihr bestes versucht, um Harmonie zwischen ihren Schauspieler-Kollegen herzustellen. Ihren Ehemann Philip Brent (David Meyer) gibt der Charmeur Frederick Fellowes.
Und als wäre dies noch nicht genug, plant ein Einbrecher (Hannes Höchsmann), fette Beute zu machen. Sein Darsteller im Stück ist Selsdon Mowbray, immer verschwunden oder auf der dringenden Suche nach Alkohol.
Diese Truppe mit B-Schauspielern zu bändigen, versucht der zunehmend verzweifelte Regisseur Lloyd Dallas (Markus Hennes) zusammen mit der Regieassistentin Poppy (Elena Weber), einem Sensibelchen, und dem Bühnenbildner Tim Allgood (Tobias Karn).

Zu den wichtigsten Requisiten in diesem Reigen gehört neben diversen Betttüchern aus der Wäschekammer und einem Badvorleger ein Teller mit Sardinen sowie sehr viele Türen.
Nach dem für die Darsteller schweißtreibenden und temporeichen ersten Akt, der keine Sekunde Langeweile zuließ, hatten alle eine Pause – auch das Eberbacher Publikum.

Doch dann ging es weiter, und der Schwung nahm noch zu. Die Bühne auf der Bühne wurde gedreht und die Zuschauer konnten nun das Geschehen „hinter" der Kulisse betrachten: Die Premiere begann.
Der vor der Pause geprobte erste Akt wurde nun gespielt, die Animositäten der Kollegen waren jedoch keineswegs gelöst und brachen sich freie Bahn hinter der Kulisse. Dies jedoch immer mit großer Rücksicht auf das Geschehen auf der Bühne, das nicht gestört werden durfte. So stritten, zankten und rangelten die Schauspieler heftig, aber lautlos und vergaßen nie, sich beim Vorbeigehen hinter dem Bühnenfenster zu bücken, um „vorne“ nicht ungeplant gesehen zu werden.

Zum realen Ende hin wurde die Bühne auf der Bühne wieder zurückgedreht, der erste Akt begann noch einmal. Das „Wohnzimmer“ jedoch inzwischen mit einigen Schäden durch unsachgemäße Behandlung und die Darsteller derangiert und deutlich erschöpft. Und so konnte das Stück nur noch vollständig schiefgehen.
Die köstliche, gelungene Darbietung der Badischen Landesbühne war getragen von der Spielfreude und dem komödiantischen Talent aller ihrer Darsteller und von einer beachtenswerten, durchgetakteten Logistik, die gewährleistete, dass bei allem Tempo der Teller Sardinen immer im richtigen Moment vergessen und stets korrekt durch die falsche Tür gestürmt wurde. Für die kurzweilige Unterhaltung bedankten sich die Zuschauer mit reichlich Applaus.

02.12.18

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